Collective Intelligence: Product Vision (Scrum)

Collective Intelligence Product Vision

Collective Intelligence Product Vision

Wer wird das Produkt nutzen?
-   Web-Shop Betreiber (eCommerce)
-   Großunternehmen mit vielen Lieferanten
-   Private Shopping Plattformen (Social Commerce)
-   Betreiber von Business und Social Networks
-   Unternehmen mit Human Resources Portalen
-   Unternehmen, die Web 2.0 Knowledge Management Tools einsetzen
-   Event-Veranstalter und Messen

Bedürfnisse der Kunden:
1. Der Kunde möchte anhand von Analysen der Userinteraktionen, Interaktionen der User mit der Webanwendung, anhand der Analyse des vom User eingestellten Contents und mithilfe der bereits vorhandenen historischen Daten (z.B. aus CRM Systemen) neues Wissen über den User akquirieren und durch die Zusammenführung aller Informationen bisher unerkennbare Trends (z.B. Abwanderungswille, Userzufriedenheit) erkennen.

2. Der Kunde möchte neue User akquirieren, User binden, höhere Verbleibquoten erzielen (Retention Rate) und dabei mehr verkaufen (Conversion Rate).

3. Der Kunde möchte das Wissen und die Erfahrung der User (der breiten Usermasse) in die Produktentwicklungsprozesse einbinden.

Collective Intelligence – Produktattribute
1. CI Tactical / Strategic Reports & CI Predictive Analysis (Market Research, Decision Support)
2. CI Recommendation Engine (Operational Reports)
3.
Web 2.0 Funktionalitäten: Forum, Umfragen, Produktbewertungen zzgl. Content – Analysetools

Alleinstellungsmerkmal, Konkurrenzvergleich:
Im Gegensatz zu bereits auf dem Markt befindlichen Produkten, gehören die Collective Intelligence Reports und Engines zu einer neuen Generation der Webanwendungen und beruhen auf den Prinzipien der neuesten Entwicklung des Internets, dem sogenannten Semantic Web bzw. Web 3.0. Sie beziehen die Profile und das Verhalten der User ein und bieten Schnittstellen zu historischen Daten und anderen Drittsystemen. Die CI Tools generieren Referenzen und verknüpfen User,  Items (Produkte) und Content auf der Basis der Semantik und sind deutlich effizienter als gängige Tools.

Prototypes: Ende 2009
Major Release 1: Ende 2010

Collective Intelligence: Idee & Konzept

Collective Intelligence Tag Extraction

Collective Intelligence Tag Extraction

Die Webanwendungen lernen die von ihnen gespeicherten Daten nach Zugehörigkeit zu den Subjektgruppen zu unterscheiden. Diese Subjekte sind: User, Content (strukturiert und unstrukturiert) und Items (z.B. Produkte im Webshop).

Periodische Wissensgenerierungsprozesse bieten den Webanwendungen die Möglichkeit die gespeicherten Informationen über die Subjekte zu „verstehen“ und daraus zu „lernen“. Dies geschieht durch Collective Intelligence Algorithmen, die unstrukturierten Daten (z.B. Blogs, Forumbeiträge, Kommentare) analysieren und eine Metadatenschicht erzeugen. Diese „Daten über Daten“ werden in Form von Tags extrahiert und gespeichert.

Eine zweite wichtige Wissensquelle sind ereignisgesteuerte Prozesse, die auf der Interaktionsanalyse der User mit der Anwendung und der Subjekte untereinander beruhen.
Diese so genannte „explizite Intelligenz“ kann beispielsweise durch Web 2.0 Funktionalitäten, wie z.B. Ratings, Tagging, Bookmarking oder andere typische Web 2.0 Module wie „Kontakte“ generiert werden.

Bezieht und analysiert man noch zusätzliche Daten aus vorhandenen Drittsystemen,  beispielsweise aus CRM und SCM, verfeinert man das Wissen über die Subjekte und deren Beziehungen untereinander um weitere Dimensionen, wie z.B. Zeit und Transaktionshistorie.

Dieser neuartige Ansatz, bei dem es nicht nur darum geht Wissen aus allen verfügbaren Datenquellen zu bündeln, sondern auch darum die gespeicherten Informationen für Maschinen „verständlich“ zu machen und die Daten auf der semantischen Ebene miteinander zu verknüpfen versetzt die Webanwendungen in die Lage neues Wissen zu akquirieren und neue Zusammenhänge zu erkennen, die zuvor unerkannt waren.

Dadurch liefert Collective Intelligence wirtschaftlich verwertbare Mehrwerte und Informationen, die sich im Bereich des Operational Reporting (kundenseitig) und des
Tactical / Strategic Reporting (unternehmensseitig) verarbeiten lassen.

Der Kunde / User profitiert von vollständig personalisierten Inhalten, die in Echtzeit auf sein Profil und seine Interessen individuell zugeschnitten werden, während die Unternehmen  in der Lage sind bisher unerkannte Informationen zu beziehen und die Effizenzindikatoren und Trends zu verfolgen.

Collective Intelligence: ein innovatives Verfahren

Collective Intelligence Methods and Modules

Collective Intelligence Methods and Modules

Zu entwickelnden Methoden
Die Herausforderung des Projekts besteht darin Methoden und Verfahren zu entwickeln, die die klassische Business Intelligence durch den Web 2.0 Ansatz bereichern und erweitern. Die dadurch gewonnenen Daten verfeinern die bestehenden Benutzer- und Kundenprofile, und können zum Zwecke der Kundenbindung, bzw. der Neukundengewinnung genutzt werden. Der CI-Ansatz bietet die Möglichkeit Daten aus verschiedenen Quellen auf semantischer Ebene miteinander zu verknüpfen, um dadurch neue Zusammenhänge entdecken zu können, die zuvor nicht erkannt werden konnten. Informationen über Personen, Transaktionen und Produkte werden durch Collective Intelligence “verstanden” und miteinander in Beziehung gesetzt.

Business Intelligence + Web 2.0 (Social Commerce) = Collective Intelligence

Zu entwickelnden Softwaremodule (explizite, implizite und abgeleitete Intelligenz)
Die zu entwickelnden Softwaremodule sollen in der Lage sein alle drei Arten der Intelligenz zu generieren und in einer Reihe von Widgets (Content-Blöcken) zu kombinieren und anzuwenden. Die Widgets präsentieren sich als Aggregate aus unterschiedlichen Datenquellen, die für jeden Benutzer in Echtzeit indivuduell zusammengestellt werden.

Forschungs- und Entwicklungsprojekt: “Collective Intelligence” – in Zusammenarbeit mit der comSysto GmbH

FuE Projekt - Collective Intelligence

FuE Projekt - Collective Intelligence

Vorwort zum Projekt
Der bereits vollzogene Wandel des Internets, der unter dem Begriff “Social Web” oder “Web 2.0” bekannt ist, prägt unsere Gesellschaft nachhaltig und übt eine große Auswirkung auf die Art wie wir lernen und wie wir uns informieren.  Das “Lese/Schreibe – Prinzip” des Web 2.0 veränderte das weltweite Netz zu einer dezentralen Wissensquelle, in der jedes Individuum seine Erfahrung und sein Wissen der breiten Masse zur Verfügung stellt.
Unter “Collective Intelligence” (nachfolgend “CI”) versteht man eine extrahierbare und nutzbare Form der Intelligenz, die durch Zusammenarbeit, Wettbewerb und Interaktion vieler Individuen entsteht. Die CI-Methoden und Verfahren ermöglichen es die zur Verfügung gestellten Informationen auszuwerten, daraus Werte zu schaffen und das neu gewonnene Wissen in die bestehenden Abläufe zu integrieren. Viele Webanwendungen und Internetplattformen der Unternehmen lassen sich durch Web 2.0 und CI-Funktionen erweitern, wodurch man die Erfahrung und das Wissen der Kunden bzw. Benutzer in die Entwicklungs- und Produktionsprozesse einbinden kann. Der CI-Ansatz stärkt die Kundenbeziehung / Kundenloyalität und eröffnet durch bessere Kundenkenntnis neue Wege des Kundendialogs, bei dem die Webanwendungen jedem Benutzer personalisierte und auf ihn angepasste Inhalte in Echtzeit bereitstellen.

Der ganzheitliche Ansatz
Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt “Collective Intelligence” stützt sich auf die Beratungserfahrung der comSysto GmbH, die in Kundenprojekten (meistens Großunternehmen und Konzerne) gesammelt werden konnte und fügt sich als Erweiterung der bereits eigens entwickelten Social Networking Software in unser Leistungssprektrum ein. Als einer der Vorreiter im deutschsprachigen Markt haben wir uns vorgenommen ein Kompetenzteam aufzubauen und modulare und flexibel einsetzbare CI-Softwaremodule zu entwickeln, mit denen sich beliebige e-Commerce und Web 2.0 bzw. Community Plattformen erweitern lassen. Dabei wird der ganzheitliche Ansatz verfolgt, ausgehend von einer ausführlichen Bestandsanalyse (Technologie, Datenstamm, Performance-Daten), über Implementierung der zu entwickelnden CI-Funktionen bis hin zur Entwicklung neuer kunden- oder branchenspezfischer CI-Module.

Certified Scrum Product Owner (CSPO) – Schulungsbericht vom 29.-30.06.09

Scrum Training: Certified Scrum Product Owner

Scrum Training: Certified Scrum Product Owner

Kursart: Certified Scrum Product Owner
Datum: 29.-30.06.2009
Ort: Unterföhring bei München
Trainer: Christoph Mathis, Simon Roberts
Teilnehmerzahl: 9

Fazit: sehr empfehlenswert
Vorteile:
- erfahrene und sehr nette Trainer
- reger Erfahrungsaustausch mit Trainern und Teilnehmern
- zertifizierung als CSPO

Erster Tag:
Die Schulung ist sehr gut vorbereitet und gut aufgebaut. Im Gegensatz zu vielen Vorträgen, denen ich beigewohnt habe geht es sehr schnell zur Sache und man fängt nicht vom Abakus und Lochkarten, wie so oft…

Die Schulung setzt voraus dass man bereits mit Scrum-Prinzipien vertraut ist und dass  man bereits Erfahrungen mit Scrum gemacht hat. Am ersten Tag geht es um die Agile Foundations und die Rollenverteilung in Scrum mit Betonung auf die Rolle des Product Owners. Gut überlegte Übungen veranschaulichen die Probleme der Teamarbeit, Grenzen der bestimmten Methoden und Prozesse und verweisen darauf wie man durch Kommunikation und Erfahrung die Ergebnisse verbessern kann.

In einer der Übungen geht es darum sich eine Product Vision auszudenken und dafür den Elevator-Test zu erarbeiten. Die Übungen, bei denen eine Product Vision im Elevator-Test zusammengefasst werden soll sind immer wieder sinnvoll. (Insbesondere dann wenn man mit dem Gedanken spielt sich mit einer Geschäftsidee selbstständig zu machen, bei der man sich auf die Suche nach Geldgebern machen muss!)

Die Teilnehmer sind in Gruppen aufgeteilt (ca. 4-5 pro Tischinsel) und bearbeiten die Aufgaben im Team.

Ebenso geht es am ersten Tag um das Product Backlog und darum wie man ein Projekt mit dem Product Backlog steuert. Hier die Themenliste:

- Agile Foundations
- Scrum Flow
- The Team
- Being a Product Owner
- The ScrumMaster
- The Product Vision
- The Product Backlog
- Stocking, Prioritizing and Grooming the Product Backlog
- Agile Estimating

Zweiter Tag:
Am zweiten Tag geht es konkret um die Vorgehensweise bei Scrum. Die Product Vision vom Vortag wird dazu genutzt die ersten Epics zu extrahieren und daraus die ersten User Stories zu schreiben. Der Tag ist mit Themen vollgepackt, wodurch es ein wenig hektisch wird. Durch die Diskussionen und Fragen (meistens gute Fragen aus der Praxis) verzögert sich die Bearbeitung der Themen zusätzlich.

Witzig dabei ist dass die Trainer für die zwei Schulungstage eine Burndown Chart führen, mit der man den Ablauf der Schulung mitsteuert und kontrolliert. X-Achse ist in acht Vierteltage aufgeteilt, während die Y-Achse die Anzahl der PP-Folien, die präsentiert werden veranschaulicht. Hier die Themen vom zweiten Tag:

- User Stories
- Multiple Customers, Multiple Projects and Products
- Release Planning
- Managing Return on Investment
- The Sprint
- The Sprint Backlog
- Sprint Planning
- Controlling and Reporting
- The Daily Scrum
- Sprint Review
- Scaling Scrum
- Agile Retrospectives

Grundsätzlich kann man die Schulung weiterempfehlen. Allerdings wäre eine Art Eignungstest sinnvoll, der die Teilnehmer in Anfänger und Fortgeschrittene aufteilt.  Dadurch könnte man zwei Kursstufen anbieten, bei denen jeder auf seine Kosten kommt. Ich fand es schade nicht genug Zeit gehabt zu haben mehr über die Probleme aus der Praxis einzugehen. Mehr War Stories wären sehr sinnvoll, denn dadurch würde man vom reichen Erfahrungsschatz der Trainer noch mehr profitieren.

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